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Normen & Richtlinien2018-12-10T15:59:52+00:00

Normen & Richtlinien

Die Bedeutung von Normen und Richtlinien hat in den letzten 30 Jahren rapide zugenommen. Wir empfehlen daher, vor Gebrauch eines Produktes die Eignung für den Einsatzzweck zu prüfen. Um Ihnen diese Entscheidung zu erleichtern, führen wir verschiedene Kategorien für einige Produktgruppen auf.

Atemschutz-Masken oder Filter

P1: Für ungiftigen und mindergiftigen Feinstaub bis zum 4-fachen des Grenzwertes. Nicht gegen Partikel
krebserzeugender und radioaktiver Stoffe, Mikro-Organismen (Viren, Bakterien, Pilze und deren Sporen)
und Enzyme.

P2: Einsatz beim Arbeiten mit gesundheitsschädlichen Stoffen bis zum 10-fachen des Grenzwertes. Nicht gegen
Partikel radioaktiver Stoffe, Viren und Enzyme.

P3: Je giftiger ein Stoff, desto niedriger ist sein Grenzwert. Um ein Überschreiten zu vermeiden, sind Filter
dieser Schutzstufe bis zum 30-fachen des Grenzwertes einzusetzen.

Schutzhandschuhe

Kategorie I:
Schutzhandschuhe der Kategorie I sind leichte Schutzhandschuhe, bei denen der Benutzer selbst die Wirksamkeit gegenüber geringfügigen Risiken beurteilen kann, z.B. bei Haushaltsarbeiten, Witterungseinwirkungen und Sonnenstrahlen.

Kennzeichnung der Handschuhe: CE-Zeichen.

Kategorie II:
Schutzhandschuhe der Kategorie II sind Handschuhe gegen mittlere Risiken, die nach den Normen EN 388 auf Schutz gegen mechanische Risiken, sowie EN 374-2 auf Schutz gegen mikroorganische Risiken und EN 374-3 auf Schutz gegen chemische Risiken getestet worden sind, und bei denen der Benutzer die unmittelbare Wirkung abschätzen kann.

Kennzeichnung der Handschuhe: CE-Zeichen.

Kategorie III:
Schutzhandschuhe der Kategorie III sind Handschuhe gegen komplexe und irreversible Risiken, die nur einen zeitlich begrenzten Schutz bieten und bei denen der Anwender die unmittelbare Wirkung nicht rechtzeitig erkennen kann. Die Handschuhe sind getestet wie Kategorie II, die Produktionstätte und die relevanten Erzeugnisse werden zusätzlich regelmäßig von einer durch die Kenn-Nummer auf dem Handschuh benannten Stelle überprüft.

Kennzeichnung der Handschuhe: CE-Zeichen und Kenn-Nummer der benannten Stelle.

AQL-Wert:
Acceptable Quality Level
Verfahren zur Qualitätsbestimmung. Duch die DIN EN 455 wurde ein Dichtheitswert von 1,5 auf medizinische Einmalhandschuhe festgelegt.

EN 420: 2003: Kennzeichnung und Produktinformation

Jeder Schutzhandschuh muß folgende Kennzeichnungen tragen:

Name des Herstellers
Handschuh- und Größenbezeichnung
CE-Kennzeichnung
entsprechende Piktogramme, geltende Leistungs-Indikatoren und Referenz der EN-Norm

Hier einige wichtige Piktogramme:


EN 388
Schutzhandschuhe gegen mechanische Risiken
Leistungs-Stufen wie folgt: Abriebfestigkeit/ Schnittfestigkeit/ Weiterreißfestigkeit/ Durchstichfestigkeit

EN 407
Schutzhandschuhe gegen thermische Risiken

EN 511
Schutz gegen Kälte
EN 374-2
Schutzhandschuhe gegen Mikro-Organismen

EN 374-3
Schutzhandschuhe gegen Chemikalien (geringe Chemikalien-Festigkeit)*
EN 407
Schutzhandschuhe gegen Chemikalien**

 *
Das Piktogramm „geringe Chemikalienfestigkeit“ muß für die Handschuhe verwendet werden, die zwar den Penetrationstest bestehen, aber nicht bei mindestens drei Chemikalien der Definitionsliste eine Mindestdurchbruchzeit von 30 Minuten erreichen.

**
Das Piktogramm „Chemikalienfestigkeit“ muß von einem dreistelligen Buchstabencode begleitet sein. Dieser bezieht sich auf die drei Chemikalien (aus einer Liste von zwölf definierten Standard-Chemikalien), für die eine Durchbruchzeit von mindestens 30 Minuten ermittelt wurde.

Buchstaben-Code bzgl. EN 374-3:

Buchstaben-Code Chemikalie CAS-Nummer (Chemical Abstracts Service)
A Methanol 67-56-1
B Aceton 67-64-1
C Acetonitril 75-05-8
D Dichlormethan 75-09-2
E Kohlenstoffdisulfid 75-15-0
F Toluol 108-88-3
G Diethylamin 109-89-7
H Tetrahydrofuran 109-99-9
I Ethylacetat 141-78-6
J n-Heptan 142-85-5
K Natriumhydroxid 40% 1310-73-2
L Schwefelsäure 96% 7664-93-9

Die CAS-Nummer steht für eine international einheitliche Erkennung für jeden bekannten chemischen Stoff.

Schutzkleidung

Kat. III: Schutz vor geringen Risiken
Kat. III: Schutz vor mittleren Risiken
Kat. III: Schutz vor hohen Risiken

Es gibt eine Unterteilung der Kategorie III in 6 Typen (von 6 – 1):

Typ 6: begrenzt sprühdicht
Typ 5: partikeldicht
Typ 4: sprühdicht
Typ 3: flüssigkeitsdicht
Typ 2: nicht gasdicht
Typ 1: gasdicht

Kategorie III:
Bei Typ 6 – 4 können in der Regel atmungsaktive Materialien eingesetzt werden; dies hängt allerdings sehr stark von den individuellen Barriere-Eigenschaften der verschiedenen Materialien und der durchzuführenden Arbeiten ab.

Hier einige wichtige Piktogramme:


EN 13034
Sprühnebeldichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien; Leistungsanforderung an Chemikalienschutzkleidung mit eingeschränkter Schutzleistung gegen flüssige Chemikalien.

EN 13982-1
Trockenpartikel Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen feste Partikel;
Teil 1: Schutz gegen luftgetragene feste Partikel

EN 14605
EN 465
Sprühdichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien; Leistungsanforderung an Chemikalienschutzanzüge
mit spraydichten Verbindungen zwischen den Teilen der Kleidung.

EN 14605
EN 466
Flüssigkeitsdichte Schutzanzüge
Schutzkleidung gegen flüssige Chemikalien; Leistungsanforderung an Chemikalienschutzanzüge mit flüssigkeitsdichten Verbindungen zwischen den Teilen der Kleidung.

EN 14126
Schutzkleidung gegen Infektionserreger
Anforderungen und Prüfverfahren für Schutzkleidung gegen Infektionserreger;
Deutsche Fassung EN 14126:2003

EN 1073-2
Schutzkleidung gegen radioaktive Kontamination
Teil 2: Anforderungen und Prüfverfahren für unbelüftete Schutzkleidung gegen
radioaktive Kontamination durch feste Partikel; Deutsche Fassung EN 1073-2:2002
(schützt nicht vor radioaktiver Strahlung)

EN 1149-1
Schutzkleidung – Elektrostatische
Eigenschaften

Teil 1: Oberflächenwiderstand (Prüfverfahren und Anforderungen)

EN 533
Schutzkleidung gegen Hitze und Flammen
Materialien und Materialkombinationen mit begrenzter Flammenausbreitung

Sicherheits-Schuhe

S1:P mit Stahl- oder Kunststoffkappe und geschlossenem Fersenbereich, Antistatik (hängt ab von Ausführung),
S1:P Energieaufnahmevermögen im Fersenbereich

S1P: mit Stahl- oder Kunststoffkappe und durchtrittsicherer Zwischensohle, jedoch nicht wasserdicht.

S2:P wie S1, jedoch geeignet für Bereiche, bei denen Einwirkungen von Nässe zu erwarten sind.

S3:P wie S2, zusätzlich durchtrittsichere Zwischensohle und stärker profilierte Laufsohle.

ESD (Electro Static Discharge) = Elektrostatische Entladung

Sicherheitsschuhe werden als ESD-Schuhe bezeichnet, wenn der Durchlaßwert zwischen 105 und 107 Ohm liegt. Diese Schuhe sollten benutzt werden, wenn die Notwendigkeit besteht, eine elektronische Aufladung durch Ableiten der elektrostatischen Ladungen zu vermindern.

Verschmutzungen, Feuchtigkeit und Biegen können den elektrischen Widerstand erheblich verändern.

Die EN-Normen EN 344, 345, 346 und 347 regeln die Grundanforderungen an Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhen für den gewerblichen Gebrauch.

EN 344: Anforderung und Prüfverfahren für Sicherheits-, Schutz-, und Berufsschuhe für
EN 344: den gewerblichen Gebrauch

EN 345: Sicherheitsschuhe mit 200 Joule Energieaufnahmevermögen der Stahlkappe
EN 345: (siehe S1 – S3 – Kategorien)

EN 346: Schutzschuhe mit 100 Joule Energieaufnahmevermögen der Stahlkappe

EN 347: Berufsschuhe ohne Zehenschutzkappe

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